Chronik

Geschrieben von OVM WENTH D.. Veröffentlicht in Uncategorised

Man schrieb den 6. März 1888, als die Freiwillige Feuerwehr in Schönabrunn gegründet wurde. Der erste Hauptmann war Herr Johann Siess, als Bürgermeister des Ortes fungierte Herr Michael Köck.

Der erste Hauptmann der FF-Schönabrunn war Johann Siess, auf ihn folgten Adolf Bayer, Alois Olbrich und Johann Stiberitz. Die weitere Ehrentafel der Kommandanten unserer Freiwilligen Feuerwehr lautet:

1920-1927 Josef Büchelhofer

1928-1931 Jakob Wenth

1931-1939 Franz Stiberitz

1939-1945 Josef Büchelhofer

1945-1958 Josef Köck

1958-1981 Ernst Schuch

1981-2006 Heinrich Kronsteiner  

seit 2006 René Waldherr

Nach der Gründung im Jahre 1888 fand die FF-Schönabrunn gleich von Anfang an regen Zulauf. 1928 konnte der Rekord-Mitgliederstand von 108 Feuerwerkern vermeldet werden. In den wirtschaftlich schweren Dreißigerjahren wurden um die 40 Männer gezählt, nach dem Kriege, im Jahre 1947, waren es 31 Mann, 1958 umfasste die Feuerwehrmannschaft 48 Schönabrunner.

Die Brandbekämpfung in den ersten Jahren nach der Gründung der Feuerwehr konnte nur mit sehr einfachen Hilfsmitteln erfolgen.

Trotzdem scharten sich immer mehr wehrhafte Männer um die Gruppe der Gründungsmitglieder. Erst um das Jahr 1910 wurde eine Handdruckspritze angeschafft. Die erste Inventarliste der aktiven jungen Feuerwehr umfasste:

2 Handdruckspritzen, 1 Wasserwagen, 1 Schlauchkarren, 2 Leitern, 1 Wasserschöpfer, 1 Wagenheber, 2 Stück Leinen, 137 m Druckschläuche, 5 Saugschläuche, 5 Feuerhaken;

Der folgende 1. Weltkrieg, der viele Männer an die Front rief, ließ einen weiteren raschen Aufbau leider nicht zu und erst nach Gründung der jungen Republik Österreich konnte im Jahre 1920 eine neuere, modernere Handdruckspritze eingekauft werden. Um den Einsatz effizienter gestalten zu können, wurde im Jahre 1931 der erste Löschteich in der Ortsmitte von Schönabrunn errichtet.

Danach folgte der blutige 2.Weltkrieg und wieder mussten die tüchtigsten Männer ihren Dienst beim Militär, oft fernab der Heimat, versehen. Einige von ihnen kehrten nie wieder heim. Trotzdem konnte noch 1940 die erste Motorspritze angeschafft werden und bereits 1946 wurde eine zweite der Marke DKW dazugekauft.

Im Jahre 1954 konnte die FF-Schönabrunn über den Eisernen Vorhang hinweg tatkräftige Hilfe beim Hochwasser in Wolfsthal-Berg leisten. In Zusammenarbeit mit tschechischen Militär- und Feuerwehreinheiten konnten drohende Dammbrüche verhindert werden.

1959 war ein wichtiges Jahr für die FF Schönabrunn. Da beide Motorpumpen nicht mehr einsatzfähig waren, musste unter Kommandant Ernst Schuch mit großer finanzieller Hilfe der Bevölkerung eine moderne Tragkraftspritze, Type VW Automatic 75, angekauft werden. Im gleichen Jahr konnte die FF-Schönabrunn bei 3 Bränden in Hollern tatkräftig Hilfe leisten.

Im Jahre 1970 erfolgte schließlich der wichtige Bau des zweiten Löschteiches beim Gerätehaus, und 1973 wurde den Feuerwehren der Großgemeinde Prellenkirchen eine dreiteilige fahrbare Schiebeleiter zur Verfügung gestellt.

Im Sommer 1975 wurde die Nachbargemeinde Hollern wieder von einem schweren Hochwasser heimgesucht, wobei die Männer der FF-Schönabrunn ihre Kameraden in Hollern in tagelangem Einsatz hilfreich unterstützen konnten.

Um eine geeignete Unterbringung der gesamten Ausrüstung der Feuerwehr zu gewährleisten, schritt man unter dem Kommando von HBI Ernst Schuch, Bi Wilhelm Raichle und Verwalter Rudolf Beier im Jahre 1976 zur Errichtung eines neuen Feuerwehrhauses.

Bevölkerung, Gemeinde und Land förderten diesen Bau finanziell und Mitglieder der FF halfen tatkräftig dabei mit. Eine moderne Aufbahrungshalle wurde zusätzlich in dem Neubau untergebracht.

Stolz konnte die Bevölkerung am 7.Mai 1978 die Einweihung dieses modernen, zweckmäßigen und in das Ortsbild passenden Bauwerkes erleben. Bereits ein Jahr zuvor, 1977, ermöglichte es die finanzielle Situation einen gebrauchten, jedoch sehr gut erhaltenen Tragkraftspritzenwagen von der FF Königsstetten anzuschaffen.

Am 8.Oktober 1981 konnte schließlich für die FF-Schönabrunn ein zukunftsweisender Beschluss gefasst werden. Aufgrund des NÖ-Feuerpolzei- und Gefahrengesetzes wurde der Ankauf eines Kleinlöschfahrzeuges Type VW LT 35 einstimmig beschlossen. Dieses Fahrzeug wurde im August 1982 von der Firma Rosenbauer ausgeliefert und anlässlich des Abschnittsflorianitages im Jahre 1983 feierlich eingeweiht.

Im Frühjahr 1982 wurde durch die FF-Schönabrunn eine Aktion zur Anschaffung und Überprüfung von Handfeuerlöschern gestartet und erfolgreich durchgeführt. 17 Stück dieser wichtigen Geräte wurden insgesamt von der Bevölkerung des Ortes angekauft.

Als technische Grundausstattung konnten im Jahre 1983 ein Greifzug 3,2 t sowie 2 Winden 1,5 t angeschafft werden.

Ein Brand im alten Bäckerhaus im Winter 1985-1986 führte schließlich die Notwendigkeit geeigneter Atemschutzgeräte deutlich vor Augen. Auch hier konnte die FF-Schönabrunn aufgrund der vorhandenen finanziellen Mittel sofort reagieren und für ähnliche Einsätze Vorsorge treffen.

Noch im gleichen Jahr wurden 3 schwere Atemschutzgeräte der Type Auer BD 79/83 sowie 6 Atemschutzmasken angekauft. Gleichzeitig konnte ein Teil der Mannschaft für diese wichtigen Geräte geschult und ausgebildet werden.

Der rasche und auch unbedingt notwendige technische Fortschritt bei der Ausrüstung wurde im Jahre 1987 mit dem Ankauf eines Fahrzeugfunkgerätes und zweier Handfunkgeräte fortgesetzt. Auch hier erfolgten Kauf und Ausbildung in einem Schritt.

Ein weiterer für die Entwicklung der Feuerwehr Schönabrunn bedeutsamer Schritt konnte mit dem Erwerb eines gebrauchten Tanklöschfahrzeuges von der FF-Oberweiden gesetzt werden. Dieses 1000l fassende mit Hochdruck (40 bar) und Schaum ausgestattete Einsatzfahrzeug konnte bereits im Frühjahr 1988 ebenfalls mit einem Fahrzeugfunkgerät ausgerüstet werden. Auch diese Anschaffung erfolgte zur Gänze durch vorhandene Mittel der FF Schönabrunn.

Aufgrund der gestiegenen Anforderungen an die Feuerwehr, und der damit gestiegene Platzbedarf, wurde im Jahr 1990 der Beschluss gefasst das bestehende Gerätehaus zu erweitern. 1995 feierliche Einweihung des Zubaus im Rahmen des Abschnittflorianitages.

1998 wurde das TLF 1000 durch den Ankauf des TLF 2000 ersetzt welches vollständig aus den Mitteln der FF-Schönabrunn finanziert wurde.

Als im Katastrophenjahr 2002 die Tragkraftspritze Type VW Automatic 75 nach dem Hochwassereinsatz in Bad Deutsch Altenburg nach 43 Jahren Dienst nicht mehr Einsatzbereit war, wurde mit Hilfe finanzieller Mittel aus den Katastrophenfonds eine neue Tragkraftspritze Type FOX 12/10 bei der Firma Rosenbauer bestellt, welche im Jänner 2003 geliefert wurde, und sich schon im Einsatz bewehren musste.

Weitere Katastropheneinsätze leistete die FF-Schönabrunn im Jahr 2006, im Februar mussten in Göstling Hausdächer von schweren Schneemassen befreit werden, und im April musste in Stillfried im Bezirk Gänserndorf gegen Hochwasser gekämpft werden.

 

Im Jahr 2008 konnte nach längerer Planung ein neues Kleinlöschfahrzeug mit Allradantrieb in Dienst gestellt werden.

In den Jahren 2013 und 2014 wurde unter Kommandant René Waldherr mittels hoher Eigenleistung das Feuerwehrhaus renoviert, und der Vorplatz gepflastert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 70.000€.

     

Pegelstände NÖ       Einsatzstatus BL